Wie beantragt man einen Mahnbescheid?

Zu Beginn sollte kurz die Frage geklärt werden: Was ist ein Mahnbescheid? Mit einem Mahnbescheid werden zivilrechtliche Ansprüche (u.a. Ihre offenen Forderungen) vor Gericht geltend gemacht.

Er ist die Vorstufe zum Vollstreckungsbescheid. Der Mahnbescheid wird auch häufig Mahnantrag genannt.

Unseren Kunden empfehlen wir meistens dann einen Mahnbescheid zu beantragen, wenn der Schuldner auch nach mehreren Mahnungen nicht bereit ist zu zahlen. Entscheiden Sie sich selbstständig einen Mahnbescheid zu beantragen, erfahren Sie hier, was Sie im Vornherein alles einhalten müssen, damit der Antrag rechtskräftig ist.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wo beantrage ich den Mahnbescheid?
  2. Wann beantrage ich einen Mahnbescheid?
  3. Wie erlässt man einen Mahnbescheid?

Wo beantrage ich den Mahnbescheid?

Seit 2005 wurden die Zuständigkeiten für Mahnanträge zusammengelegt. Aus diesem Grund richten Sie Ihren Mahnbescheid an das Zentrale Mahngericht in Ihrem Bundesland.

Wann beantrage ich einen Mahnbescheid?

Im Regelfall ist ein Mahnbescheid günstiger als eine Zivilklage und somit eine einfache Möglichkeit, gegen säumige Schuldner vorzugehen. Einen Mahnbescheid zu beantragen macht Sinn, wenn:

  • es um Geldforderungen in inländischer Währung geht und
  • die Forderung von Schuldner nicht bestritten wird.

Geldforderungen gegenüber Schuldnern im Ausland unterliegen meistens einer gesonderten Rechtssprechung.

Einen Mahnantrag kann man grundsätzlich auf vier Arten erlassen:

 

Schriftlich

Sie erhalten im Schreibwarenhandel das offizielle Antragsformular. Wichtig! Nur dieses Formular wird vom Mahngericht akzeptiert. Um aus Versehen nicht ein falsches Formular zu kaufen, hier ein Bild von einem Muster-Mahnbescheid.

 

Online

Ein Mahnantrag kann auch online erlassen werden. Das Ausfüllen aber kann recht komplex werden. Aus diesem Grund gibt es Ausfüllhilfen im Internet. Eine davon finden Sie unter diesem Link: Online-Mahnantrag, mit dem Sie in jedem Bundesland das gerichtliche Mahnverfahren einleiten können.

 

Elektronisch

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit des elektronischen Mahnbescheids. Das funktioniert am besten über EGVP (Elektronisches Gerichtspostfach und Verwaltungspostfach) oder über eine andere zugelassene Kommunikationssoftware zur Erstellung der benötigten Datensätze. Der Mahnbescheid wird elektronisch an das jeweilige Mahngericht übermittelt.

 

An einen Inkasso-Anbieter abgeben

Sparen Sie sich den zum Teil hohen administrativen Aufwand. Beauftragen Sie stattdessen einen Rechtsanwalt oder Inkasso-Dienstleister, die den gerichtlichen Mahnbescheid für Sie beantragen. Der Vorteil bei einer Zusammenarbeit mit einem Inkasso-Anbieter ist, dass die Kosten für einen Mahnbescheid insgesamt deutlicher niedriger ausfallen dürften. Inkasso ist wahrscheinlich günstiger.

Je nach gewähltem Service fallen unter Umständen sogar keine Kosten für den Mahnantrag an, weil Straetus den gesamten Mahnprozess für Sie managet. Zur gleichen Zeit unterstützen wir unsere Kunden sollte der Schuldner widersprechen oder ein Vollstreckungsbescheid muss beantragt werden. Möchten Sie zusätzlichen Arbeitsaufwand und Kosten einsparen, empfehlen wir Ihnen folglich Ihren Mahnbescheid über einen Inkasso-Anbieter beantragen zu lassen.

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